Hundehändler

Eine Hündin vom Hundehändler


         

Wir haben auch vor drei Jahren bei Herrn H. aus R. einen Welpen gekauft. Eine Jagdterrier - Hündin.

Es war so :

Wir wollten schon länger einen kleinen Hund haben, also haben wir im Internet nach Welpenanzeigen gesucht und sind auf eine Anzeige von Herrn H. gestoßen. Wir suchten nach einem Jackie oder einem Hund ähnlicher Größe. Herr H. hatte da drei Jagdterrierwelpen (alles Mädchen) angeboten zu einem Stückpreis von 210,- €.

Wir hatten daraufhin telefonischen Kontakt zu ihm hergestellt und einen Besichtigungstermin, am 3. Januar 2005, vereinbart.


Wir fuhren also hin. Wegen der Jahreszeit war es schon recht dunkel als wir in R. ankamen. Das Haus an sich machte schon einen komischen Eindruck. Wir klingelten und lautes Gebell aus dem Haus war zu hören. Er öffnete uns und wir gingen gemeinsam die Hofeinfahrt hoch. Im ersten Moment erschraken wir, wegen den vielen Zwingern. Und als wir dann näher kamen, sahen wir das in jedem Zwinger immer nur ein paar Welpen von einer Rasse zu finden waren. Herr H. wusste auch so wirklich nicht mehr wegen welchen Hund wir da waren, aber wir haben ihn dann aufgeklärt. Wir gingen also an den Zwingern vorbei und standen dann vor dem Jagdterrier - Zwinger.

Drei kleine aufgeweckte Augenpaare schauten zu uns. Als sich die Tür vom Zwinger öffnete ging das Gedränge um die besten Plätze los. Eine der Drei war etwas kleiner als die Anderen. Und genau die haben wir erstmal „nur zum gucken“ auf den Arm genommen.

Wir haben etwas smal talk mit ihm bei dem Zwinger gehalten, wo Herr H. auch erwähnte, dass er RESTBESTÄNDE von Züchtern kauft. Als wir Blicke im Rücken spürten, es waren Affen, die in einem Garagenähnlichen Gebäude waren. War schon wirklich merkwürdig.

Wir hatten uns also entschieden den Hund mitzunehmen. Wir gingen also zum Haus, wo wir einen Weg zum Balkon hochgehen mussten. Nun konnte man in die Stube des Hauses sehen, die Blicke klebten aber gleich an dem finster dreinblickenden und fletschenden Kampfhund ( Pit Bull oder Staff ) fest. Der an der Balkontür stand und uns fest im Blick hatte.

Wir betraten das Haus eine Tür weiter und gingen in ein Büro, wo Herr H. die Tür zum Flur gleich abgeschlossen hatte. In der einen Ecke des Zimmers waren Tütenweise Welpenfutter gestapelt.

Wir setzten uns an den Tisch, er holte ein Vordruck eines, wahrscheinlich selbstgeschrieben, Kaufvertrages.


Dann nahm er die Welpe und lass mit einem Profilesegerät die Chipnummer der Hündin und verglich die Nummer mit den Impf- und Entwurmungspässen. Danach hatte er auch noch Temperatur gemessen. Und diese dann im Vertrag vermerkt.

Als wir grade den Hund in Empfang genommen hatten, fiel Herrn H. ein Loch im (auf dem Kopf) Fell der Hundine auf, er fragte doch glatt ob wir sie umtauschen wollten !!! Wir verneinten das entrüstet mit der Begründung „ist doch keine Dose im Supermarkt…“

Während der ganzen Zeit, die wir in dem Raum verbrachten, krachte in kleinen Abständen die Klinke der Flurtür runter. Der Kampfhund konnte wohl Türen aufmachen !!!

Wir nahmen noch eine Beutel Futter mit sahen zu das wir weg kamen.

Während der kompletten Fahrt schlief das 2- Kilo Hündchen.

Am nächsten Tag fanden wir viele Schorfstellen an ihrem Körper, die hoffentlich von den Geschwistern kamen. Nach ein paar Wochen war die Fehlstelle im Kopffell wieder zugewachsen.


Wenn wir unsere Erfahrung mit Herrn H. mit der Ihren vergleichen, sind wir echt froh (auch wenn’s jetzt blöd klingt) das es so gut gelaufen ist.

Wir waren auch sehr über seine Internetauftritt erschrocken, allein die Hundekörbchen ( Warenkörbchen ) und Hunde jeder Rasse und Farbe.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

 

Wenn ihr auch solche Geschichten habt, könnt ihr mir sie gerne schicken, ich werde sie dann anonym hier veröffentlichen.

 


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