Wie alles begann


Angefangen hat alles damit, dass Manuel und ich uns beide immer schon irgendwie für Schlangen interessiert haben bzw. sie interessant fanden.

Als ich klein war, wollte ich in Griechenland sogar mal einer Giftschlange hinterher rennen. Fanden meine Eltern natürlich nicht so toll:-))

Bei einem Bekannten haben wir vor ein paar Jahren den Königspython (Python regius) kennen gelernt. Natürlich waren wir jetzt noch begeisterter. Hatten jedoch nicht darüber nachgedacht uns eine Schlange zuzulegen, da wir damals beide noch bei unsere Eltern gewohnt haben und von meiner Seite aus ich hätte diese „ekeligen Viecher“ noch nicht mal in die Nähe meiner Eltern bringen dürfen. Man muss ihnen aber zugute halten, dass das daran liegt, dass sie in Griechenland aufgewachsen sind, wo so gut wie nur Giftschlangen sind und man dort von klein auf beigebracht bekommt, dass Schlangen „böse“ sind:-))

Ein paar Monate später holte Manuel sich eine Raue Grasnatter (Opheodrys aestivus). Ein sehr schönes zierliches Tier. Sie war kerngesund und wir hatten richtig Freude an ihr.

Als wir dann für zwei Wochen nach Rhodos fliegen wollten, haben wir die Grasnatter leider bei einem Händler in Urlaubspflege gegeben. Wir haben es damals nicht besser gewusst. Als wir wieder zurück kamen und unser Tier holen wollten, sahen wir es tot in einem der Becken liegen, in dem die Tiere zum Verkauf angeboten wurden! Wir haben sie sofort erkannt, weil unser Tier zwei Narben hatte. Die Mitarbeiterin tat ganz entsetzt und konnte das gar nicht verstehen, denn sie hatte ja die ganze Zeit das Tier rausgeholt und auch immer schön damit gespielt, auch noch einen Tag zuvor! Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass mit Pflegetieren nicht gespielt wird! Ich wusste auch noch gar nicht, dass man überhaupt mit Schlangen spielen kann?!

Sie telefonierte dann mit ihrem Chef und der konnte das auch nicht verstehen, er war auf dem Weg in den Laden. Er kam rein und begrüßte uns dann mit: „Hallo, das ist nicht eure Schlange, keine Sorge, die ist in einer Lagerhalle“! Er sah sich das Tier gar nicht erst an. Ich bestand darauf, dass er uns „unsere“ Schlange bringen sollte, aber da sollten wir am nächsten Tag wiederkommen, denn er hätte heute keine Zeit mehr um sie abzuholen.

Am nächsten Tag bekamen wir dann eine Grasnatter, die doppelt so dick war wie unsere, viel Länger und auch keine Narben hatte. Sie war auch viel dunkler als unsere. Als wir ihm das sagten, wurden wir angemault, dass wir auf gut Deutsch zu Blöd wären unser eigenes Tier zu erkennen und mal nicht so einen Aufstand machen sollten!

Am gleichen Tag, kam auch eine Lieferung Grasnattern, wo unsere neue auch bei war und Blöd wie wir wirklich waren, nahmen wir diese anderen beiden Tiere aus Mitleid auch noch mit. Also hatten wir jetzt drei Grasnattern.

Aber nur für ca. eine Woche, denn nach und nach, verendeten die drei Tiere qualvoll an Innenparasiten, da konnte auch kein Tierarzt mehr helfen, wir haben die Tiere sozusagen schon scheintot bekommen!

Im September 2001 folgte dann der erste Königspython. Er war gerade zwei Monate alt. Leider fing es hier auch wieder mit Krankheiten an. Er hatte Flagellaten (Einzeller) und konnte nicht richtig verdauen, das hat man ihm vorher absolut nicht angesehen.

Wir haben endlich von einer sehr guten Reptilienfachkundigen Ärztin erfahren und sind zu ihr gefahren. Nach zwei Wochen Behandlung ging es dem Köpi wieder gut, er hatte keine Flagellaten mehr und konnte auch wieder normal fressen.

Da fing dann das Schlangenfieber an und es kamen mehr dazu.

Heute ist der Köpi ca. 1,20 m groß und ein prächtiges Wunderschönes Tier, ihr findet sie bzw. ihn, ist ein Männchen, in den Fotoalbum „Bonita“.

Viel Spaß beim Weiterstöbern.


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